Eine große Errungenschaft für alle Eltern von Sternenkindern!

Seit dem 15. Mai 2013 können alle zu früh- und fehlgeborenen Kinder, unabhängig von ihrem Geburtsgewicht, standesamtlich beurkundet werden. Dies ist uneingeschränkt auch rückwirkend möglich! Kinder mit einem Geburtsgewicht unter 500 g existierten offiziell bisher nicht – eine zusätzliche Belastung für Eltern, die den Verlust ihres Kindes verarbeiten mussten.

Durch den unermüdlichen Einsatz von Barbara und Mario Martin, die sich seit 2009 für die Anerkennung von Sternenkindern als Menschen einsetzen, ist es Eltern nun endlich möglich, ihr verstorbenes Kind standesamtlich eintragen zu lassen. Die Kinder können offiziell einen Namen und eine eigene Grabstelle bekommen. Alle Geburtskliniken sind durch die Gesetzesänderung verpflichtet, sensibler mit dem Thema umzugehen, d.h. die Kinder als Personen zu behandeln und entsprechende Aufklärungsarbeit zu leisten.

So konnten wir nun auch unseren 2006 geborenen und nur 361 Gramm wiegenden Sohn Jakob ins Stammbuch aufnehmen lassen. Eine schöne Besonderheit – Jakobs Beurkundung wurde uns zeitgleich mit der Geburtsurkunde seines kleinen Bruders, der Anfang Juni 2013 gesund und munter das Licht der Welt erblickte, ausgestellt.